Akut-Mangel: 910.000 Sozialwohnungen fehlen in Deutschland

17.01.2024

Unter Leitung von Dr. Hannes Zapf (Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau) wurde am 16.01.2024 in Berlin vor über 160 Teilnehmern die aktuelle Studie des Pestel-Institut Hannover präsentiert.

Zusammen mit Katharina Metzger (Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel), Matthias Günther (Pestel-Institut),Robert Feiger (IG BAU), Lukas Siebenkotten (Deutscher Mieterbund) und Janina Bessenich (Caritas CBP) fordert das Bündnis; endlich dem Mangel an Sozialwohnungen mit mehr Neubauförderung zu begegnen. Der Mangel an bezahlbaren und sozial geförderten Wohnungen erweist sich inzwischen nicht nur als Belastung für die Wohnungssuchenden, sondern auch als Belastung der öffentlichen Haushalte. Die von den Job-Centern getragenen Kosten der Unterkunft und die Wohngeldausgaben dürften 2023 zum ersten Mal jährlich die 20 Mrd. Euro überschreiten. Für den Bau von neuen Sozialwohnungen gaben Bund und Länder dagegen nur 2,5 Mrd. Euro aus. Die jährlichen konsumptiven Ausgaben der Subjektförderung sind damit 8-mal so hoch, wie die Investitions-Förderung für den Neubau von Sozialwohnungen (Objektförderung). Nur wenn das Angebot mit neu gebauten Sozialwohnungen vergrößert wird, kann dieser Trend immer weiter steigender Ausgaben der Subjektförderung gestoppt werden und das Defizit von 910.000 fehlenden Sozialwohnungen abgebaut werden.

 

Die Studie und die Forderungen an Bund und Länder des Verbändebündnis Soziales Wohnen: www.bauen-und-wohnen-in-deutschland.de