KS-Außenwände: Optimal für jede Anwendung

Die Kalksandstein-Industrie verfolgt bereits seit Jahrzehnten das Konzept der konsequenten Funktionstrennung der Bauteilschichten von Außenwandkonstruktionen. Die daraus resultierende individuelle
Anpassungsfähigkeit von KS-Außenwänden erweist sich dabei auch bei steigenden Anforderungen – zum Beispiel im Bereich des Wärmeschutzes – als zukunftsorientiert.

Eine Außenwand muss vieles können. Sie soll standsicher, tragfähig und dauerhaft sein. Sie soll im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte schützen, Regen abhalten, die Luftfeuchtigkeit regulieren, Brand- und Schallschutz sicher stellen und gut aussehen.

Das sind hohe Anforderungen für einen einzelnen Baustoff. Denn für hohe Tragfähigkeit sowie optimalen Hitze-, Schall- und Brandschutz muss das Material schwer sein, also eine hohe Rohdichte aufweisen. Für perfekte Wärmedämmung wird dagegen ein leichteres Material, das mehr Luft einschließt, benötigt.

Monolithische Außenwand oder KS Funktionswand?

Beim Bauen mit monolithischen Wandkonstruktionen (darunter versteht man Wände aus nur einem Baustoff) ergeben sich häufig Zielkonflikte. Soll die Wärmedämmung nicht auf Kosten der anderen Funktionen gehen, muss die monolithische Außenwand entsprechend dick geplant werden, was wiederum zu Verlusten bei der Wohnfläche führt. Bei Außenwänden aus leichten Baustoffen die aufgrund hoher Anforderungen an die Energieeinsparung zusätzlich wärmegedämmt werden, führt dies oft zu geringer Tragfähigkeit, unzureichender Schalllängsleitung und mangelnder Wärmespeicherfähigkeit.

Den äußeren Abschluss der KS-Funktionswand stellen entweder eine Kalksandstein-Verblendschale oder eine Putzschicht oder eine vorgehängte Fassade her. Diese Schichten bieten hervorragenden Witterungsschutz und bieten darüber hinaus vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Und der Innenputz bietet Schutz vor Schall und Zugluft.

Bei der Konstruktion einer Kalksandstein-Funktionswand heißt die Frage also nicht "Schallschutz ODER Wärmeschutz?", sondern nur: Wie viel von beidem darf's denn sein?